Kälteste Stadt der Welt taut auf

Written by on 7. Juli 2020

Woran denkst du bei Sibirien? Bestimmt nicht an eine Hitzewelle; genau das gibt es aber gerade in Sibirien.

Kälteste Stadt wird warm

Werchojansk – so heißt die Stadt, die als eine der kältesten auf der ganzen Welt gilt. Im Januar gibt es hier tagsüber Temperaturen von -45 Grad Celsius. Sommer bedeutet hier maximal 20 Grad. Ende Juni sah das jetzt aber anders aus: In der 1300-Einwohner-Stadt wurden 38 Grad Celsius gemessen. Das ist der Hitzerekord und das Ergebnis der Hitzewelle in Sibirien.

Problem für ganzes Land

Durch die Hitze taut der sogenannte Permafrostboden auf, der eigentlich immer gefroren ist. Seit der Eiszeit. Bis in eine Tiefe von 1500 Metern. Durch die Hitze taut der Boden jetzt immer weiter auf – das kann das gesamte Weltklima beeinflussen!

Kohlenstoffe wird durch Bakterien umgebaut

In dem Permafrostboden gibt es total viel Kohlenstoff (Milliarden Tonnen). Vor tausenden Jahren wurde er von abgestorbenen Pflanzen und Wurzeln sowie Blättern aufgenommen. Wenn der Boden nun auftaut, bauen Bakterien diesen in Methangas um.

Methan ist auf eine Sichtweise von 100 Jahren etwa 34 Mal so klimawirksam wie CO2.

Guido Grosse, Alfred-Wegener-Institut im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Folgen sind schwerwiegend

Die Erde würde sich in der Folge weiter erwärmen und ein Kreislauf setzt ein: Nicht nur der sibirische Boden, sondern auch das arktische Eis würde schmelzen. Dadurch wird auch die Sonnenenergie vom dunkelblauen Ozean scneller aufgenommen, die helle Eisdecke hat die Energie vorher reflektiert. Happy Erderwärmung!


Reader's opinions

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *



Current track

Title

Artist