Warntag wird zum Fehltag +++ Babyboom bei Gorillas

Written by on 11. September 2020

In den News des Tages ging es gestern um den Warntag, der zum Fehltag wurde, und dem Babyboom von Gorillas.

Alarm verzögert – Warntag wird zum Fehltag

Heute sollte es zum ersten Mal einen Warntag in ganz Deutschland geben. Du hast bestimmt genauso wie ich laute Sirenen erwartet oder so. Am Ende passierte alles ganz anders: Es zeigten sich deutliche Lücken bei den Alarmen. Einerseits gibt es in den meisten Orten einfach keine Sirenen, andererseits kamen die Warnmeldungen in den Apps NINA und KATWARN total verspätet. Wenn es jetzt einen Notfall gegeben hätte, wären die meisten wohl ahnungslos geblieben.

Fehlgeschlagener Probealarm sei begründet gewesen

Laut des Bundesinnenministeriums sei der Grund ein technisches Problem gewesen. Der Probealarm wurde offen als „fehlgeschlagen“ bezeichnet. Man werde jetzt alle Vorgänge umfassend aufarbeiten. Damit die Systeme verbessert werden können, müssen die heute gewonnen Erkenntnisse mit einbezogen werden.

Zu viele eigenständige Warnungen

Das BBK ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erklärte derweil, dass die Panne darin lag, dass es zu viele Warnmeldungen gleichzeitig gab. Präsident Unger erklärte, dass um 11 Uhr nicht nur die zentrale Meldung, sondern auch viele andere Leitstellen eigene Alarme abgegeben wurden. Dadurch sei das System total überlastet gewesen.

Einige Städten haben keine Sirenen mehr

Ein Feuerwehrsprecher von München sagte, die bayrische Landeshauptstadt habe seit vielen Jahren keine Sirenen mehr. Nach dem Ende des kalten Kriegs wären sie immer weiter abgebaut worden. Viele Nutzer zeigten sich in den Social Medias sehr verwundert; auf Twitter scherzte der Gehörlosen-Bund zum Beispiel: „Also, wir haben nix gehört.“

Regelmäßige Warntage

So einen Warntag soll es ab jetzt jährlich am zweiten Donnerstag im September geben, um auf Gefahrenlagen wie Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge vorzubereiten. Alle vorhandenen Warnmittel wie Warn-Apps, Radio und Fernsehen, digitale Werbetafeln, Sirenen und Lautsprecherwagen sollen benutzt werden. Gleichzeitig gibt es auch Kritik: Ein Psychologe glaubt, dass Menschen, die selber noch als Kinder Luftangriffe erlebt haben, Panikgefühle bei Sirenensignale kriegen würden. 

Übrigens: In anderen Ländern wie zum Beispiel den Niederlanden sind Warntage normal; da gehen jeden ersten Montag im Monat alle 3800 Sirenen auf einmal an, in Tschechien am ersten Mittwoch im Monat und in den USA gibt es automatisierte Unterbrechungen des Fernsehprogrammes bei Überflutungen und Unwettersituationen. In Israel gibt es Raketenwarnungen – auch per App. In Südkorea gibt es Terroranschlagproben mit Sirenen und in Mexiko gibt es ein seismisches Warnsystem: Kurz vor den ersten Erschütterungen geht eine Sirene an, innerhalb von einer Minute können die Menschen dann Schutz suchen.

Laut Welttierschutzgesellschaft sind alle vier Unterarten der Menschenaffen vom Aussterben bedroht. Der Berggorilla hat mittlerweile nur noch 1.063 bekannte Vertreter in Uganda, Ruanda und dem Kongo. Wilderei und zerstörte Lebensräume machen den Tieren das Überleben schwer. Die seltene Art konnte sich zwar innerhalb der vergangenen Jahre stabilisieren, 2010 waren es noch 790 Tiere, trotzdem gilt sie noch immer als stark gefährdet.

Babyboom bei Gorillas

Wie die BBC nun berichtet, gibt es aber Grund zur Freude. Denn im Bwindi Nationalpark in Uganda gibt es einen regelrechten Babyboom bei den Berggorillas. Der Ugandian Wildlife Service vermeldete, dass seit Jänner sieben Babys auf die Welt kamen. Sechs davon erblickten alleine in den letzten sieben Wochen das Licht der Welt.

400 Tiere in zehn Familiengruppen

Wieso es zu dem Babyboom kam, können dich die Tierschützer nicht erklären. In dem Nationalpark leben etwa 400 Gorillas in insgesamt zehn Familiengruppen. Die sieben Neugeborenen kamen in fünf verschiedenen Familien zur Welt.

Weniger Touristen wegen Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie schloss die ugandische Regierung einen großen Teil ihres Tourismussektors ab. Mittlerweile dürfen aber wieder kleine Gruppen in die Schutzgebiete einreisen. Es sollen Sicherheitsmaßnahmen wie etwa das Tragen von Gesichtsmasken und Social Distancing erprobt werden.

Lebensweise der Berggorillas

Wie alle Gorillas leben Berggorillas in Gruppen von etwa 9 bis 16 Tieren. Diese bestehen aus einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und dazugehörigen Nachwuchs. Es gibt allerdings auch Gruppen mit mehreren Männchen, wobei immer eines die dominante Rolle einnimmt.

Hör‘ die News des Tages hier noch einmal!

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