Proteste in Belarus +++ Einfluss von Populist*innen sinkt

Written by on 6. September 2020

Auch heute demonstrierten wieder viele Menschen in Belarus gegen Machtinhaber Lukaschenko und es gibt immer weniger Populist*innen in Deutschland. Dazu mehr in den News des Tages!

 

+++ Frauen protestieren in Belarus gegen Lukaschenko +++

Auch an diesem Wochenende gab es in der belarusischen Hauptstadt Minsk wieder Demonstrationen gegen Alexander Lukaschenko, der bereits seit 26 Jahren die Macht inne hat. Die Demonstrant*innen, hauptsächlich junge Frauen, schwenkten auf den Straßen Minsks weiß-rote-weiße Fahnen, einige hatten auch Blumen mit dabei. Die Opposition hatte zu dem „Marsch der Frauen“ aufgerufen. Nicht nur in Minsk gab es diese Aktion, sondern auch in anderen Städten des Landes.

 

Erneut Festnahmen

Vor allem Student*innen hatten bereits vormittags in der Stadt demonstriert – es gab trotzdem Festnahmen während der Solidaritätsaktion. Friedlich demonstrierende Student*innen wurden von Uniformierten kräftig in Busse gezogen. Das Innenministerium teilte bereits mit, dass gut die Hälfte der Festgenommenen mit einer Strafe rechnen sollte. 

 

Wahl könnte manipuliert sein

Verantwortlich für die meisten Aktionen ist die Aktivistin Swetlana Tichanowskaja. Sie trat bei der Wahl am 9. August gegen Lukaschenko an und hat verloren – Lukaschenko hätte den Auszählungen zufolge 80 Prozent der Stimmen erhalten. Das sei natürlich weit aus mehr gewesen als die Anzahl der Stimmen für die 37-jährige, die danach nach Litauen ausreiste. 

Auch Außenminister Heiko Maas drohte mit Sanktionen gegen Lukaschenko:

Wir erkennen als Europäische Union die Wahl nicht an und haben Sanktionen beschlossen. Diese setzen wir jetzt um. Wenn Lukaschenko nicht reagiert, wird es weitere Sanktionen geben.

+++ Populist*innen haben weniger Einfluss in Deutschland +++

In Deutschland gibt es laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung weniger Menschen mit populistischen Einstellungen. Ende 2018 gebe es demnach die meisten Populist*innen – von 32,8 Prozent der Einwohner*innen, die populistisch denken, ging die Zahl bis heute laut des „Populismusbarometers“ jedoch auf 20,9 Prozent zurück.
Trotzdem gibt es eine Warnung: Es gibt immer noch Populist*innen, die sich jetzt nur noch stärker radikalisieren können.

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