Moskau kritisiert Berlin +++ Schriftart gegen Hassrede

Written by on 10. September 2020

Die News des Tages heute mit folgenden Themen: Im Fall Nawalny greift Russland die deutsche Regierung an. Außerdem gibt es eine neue Schriftart gegen Hassrede.

Scharfer Angriff aus Deutschland

Im Fall des Giftanschlags auf den Kremlkritiker (Kreml: Regierungssitz von Russland) Alexey Nawalny hat Russland Deutschland stark angegriffen. Der russische Außenminister Lawrow glaubt, Deutschland verschleppe die Ermittlungen. Deutschland habe einen

absolut inakzeptablen Ton, um ihre Position in der Weltöffentlichkeit zu verbreiten. Die deutschen Kollegen zeigten eine absolut unangemessene Einstellung, indem sie nicht auf offizielle Anfragen der russischen Generalstaatsanwaltschaft reagierten.

Sergej Lawrow, russischer Außenminister, russischen Agenturen zufolge

„Unkonstruktiver Ansatz“ erkennbar

Das Außenminsiterium beklagte, dass Deutschland bei der Aufklärung des Falls einen unkonstruktiven Ansatz zeige. Man wolle Gespräche führen – die deutsche Seite bremse diesen Prozess. Verantwortlich hierfür sei die Bundesregierung, die Verbündeten der Nato und der EU.

Botschafter spricht mit Außenministerium

Der deutsche Botschafter in Moskau, Géza Andreas, sollte außerdem im russischen Außenministerium zu einem Gespräch erscheinen. Bei diesem zeigte Andreas die Position der Bundesregierung, dass Nawalny Opfer eines in Russland verübten Verbrechens […] wurde. Außerdem verwies der Botschafter auf die Erklärungen von der EU, der Nato, der G7 und anderer Staaten. Es handele sich nämlich nicht um eine rein deutsch-russische Angelegenheit. 

Vorwürfe zurückgewiesen

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts teilte daraufhin mit, man verhalte sich so kostruktiv wie es gehe in diesem ganzen Prozess. Russland müsse einen Beitrag zur Aufklärung leisten. 

Was ist passiert?

Alexej Nawalny ist einer der schärfsten Kritiker vom Kremlchef Wladimir Putin. Am 20. August wurde er bewusstlos, als er innerhalb von Russland mit dem Flugzeug verreisen wollte. Erst wurde er in Sibirien verhandelt, wurde auf Drängen seiner Familie dann aber ins Charité nach Berlin verlegt. In einem Spezial-Labor der Bundeswehr wurde bereits untersucht, dass das Gift ein milirärischer Nervenkampfstoff sei. Besonders jene, die hinter Nawalny stehen, denken, dass Moskau verantwortlich für die Tat sei. Inzwischen befindet sich Nawalny nach zwei Wochen nicht mehr im künstlichen Koma.

Neue Schriftart „Polite Type“ ändert Beleidigungen

Im Netz kommt es zu oft zu Hate-Speech, sei es durch Beleidungen oder durch Mobbing. Das finnische Unternehmen „TietroEvry“ hat jetzt gemeinsam mit finnischen Teenagern die Schriftart „Polite Type“ entwickelt. Diese zensiert und verändert Beleidigungen bereits, wenn man sie schreibt.

Projekt soll Diskriminierung bekämpfen

Man wolle sich laut des Unternehmens gegen Cyber-Mobbing, Rassismus und Diskriminierung stark machen. Man glaube, dass höflich und respektvoll Sein die Standard-Auswahl im Internet sein sollte. 

Download direkt online – eine Einschränkung

Du kannst dir „Polite Type“ als Schriftart im Internet kostenlos herunterladen. Aktuell funktioniert der Algorithmus, der beim Schreiben automatisiert eingreift, wenn eine krasse Beleidigung verwendet wird, nur auf englisch. Anstatt des Wortes sieht man dann ein Muster aus verschieden großen Punkten. Andere Formulierungen, die den*die Adressat*in unter Druck setzen könnte, werden verändert: Aus „I hate you“ wird „I disagree with you“. 

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